Relegation zur Gruppenliga Frankfurt Ost: TSV Höchst – FSV Bad Orb
Fußball (gük). Nach dem Halbfinalsieg gegen den VfR Wenings erwartet der TSV Höchst heute Abend zum Beginn der Dreierrunde in der Gruppenliga-Relegation den FSV Bad Orb. Während der TSV die Relegationsspiele genießt und ohne den ganz großen Druck agiert, haben die Kurstädter noch zwei Matchbälle, um weiter in der Gruppenliga zu spielen. Zuschauermäßig wird der Buttergraben heute Abend brennen, denn zwischen den beiden Klubs liegen nur zwölf Kilometer, sodass eine vierstellige Zuschauerzahl erwartet wird.
TSV-Coach Christian Siegfart zog nach dem Sieg gegen Wenings ein zufriedenes Fazit. „Im Endeffekt war es verdienter Sieg in einem mit viel Intensität und Leidenschaft geführten Spiel. Aufgrund der klareren Chancen mussten wir das Spiel eigentlich eher ziehen.“ Gegen Bad Orb sieht der Übungsleiter seine Mannen in der Außenseiterrolle. „Wir müssen unseren Teamgeist auf den Platz bringen, brauchen eine gewisse Kompaktheit in den einzeln Mannschaftsteilen, um dem Gegner wenig Räume anzubieten. Bei Ball-eroberung müssen wir versuchen, mit unseren schnellen Spielern in Umschaltsituationen zu kommen. Bad Orb hat in der Offensive mit Torschützenkönig Mirza Becirovic, Nathanael Elsesser und Jermaine Brando viel Schnelligkeit zu bieten. Wir wollen auf dieser Welle weiter reiten und versuchen, den Favoriten zu ärgern. Für den Verein ist es ein lukratives Heimspiel, das sich aufgrund der vielen Fans auch finanziell auszahlen sollte.“
Die Bad Orber Mannschaft trainierte am Donnerstagvormittag und fuhr nach einem gemeinsamen Mittagessen zum Spiel der Höchster nach Kefenrod wie FSV-Coach Marco Gaul berichtete. Dort sah der FSV-Trainer einen Gegner, der mit einer gewissen Euphorie und Leidenschaft zu Werke ging. Deshalb erwartet der Übungsleiter eine schwere Aufgabe. „Da wir im März und bis Ende April zu wenig gepunktet haben, stehen wir jetzt in der Relegation. Höchst ist eine Mannschaft, die keinen Zweikampf scheut, sich gegenseitig pusht und wenn es sein muss auch Gras frisst. Für uns wird das kein Spaziergang werden, ich erwarte ein emotionales Spiel. Die Jungs sollen vor der großen Kulisse den Moment genießen. Wichtig ist, dass wir unseren Spielstil durchziehen, und uns nicht dem Gegner anpassen.“
Zum Personal: Höchst fehlen mit Robin Münk, Tim Fischer und Jan Maiberger drei Akteure. Fragezeichen stehen hinter Christopher Neis, Janis Häuser und Niklas Rack. Auf Bad Orber Seite fehlen definitiv Hendrik Hessberger, Maximilian Grauel, Yannik Peters und Julian Schmitt. Das Mitwirken von Felix Begemann ist fraglich.