Relegation zur Gruppenliga Ffm Ost: FSV Bad Orb – SV Kilianstädten 1:1 (0:0)
Fußball. Aufatmen und pure Erleichterung beim Trainerteam und den Spielern des FSV Bad Orb über den Klassenerhalt in der Gruppenliga Frankfurt Ost. Den Kurstädtern reichte vor der Topkulisse von 950 Zuschauern in einer spannenden Partie gegen den SV Kilianstädten am Ende ein 1:1. Für den Hanauer Kreisvertreter war es ziemlich bitter, dass dem SVK der Sprung in die Gruppenliga aufgrund des Torverhältnisses nicht gelang. Lange deutete alles auf ein 0:0 hin, ehe Bad Orbs Georg Tjart in der Crunchtime mit einem fulminanten Elfmetertor auf 1:0 stellte. In der Nachspielzeit kamen die Gäste durch Mario Cardaci zwar noch zum Ausgleich, der aus ihrer Sicht letztlich nicht ausreichte.
Der Auftakt für den FSV war verheißungsvoll. Einen Eckball von Georg Tjart köpfte Mirza Becirovic an die Querlatte, bei den Abprallern wurden die Nachschüsse von Gianluca Koch und Nico Dauth kurz vor der Torlinie geblockt.
Auch danach war Bad Orb spielbestimmend, allerdings ohne zwingende Torchancen. Trainer Marco Gaul war etwas verstimmt und moserte an der Bank: „Nehmt den Ball runter und spielt Fußball!“ Als Alem Kosuta „Speedy“ Natanael Elsesser steil schickte, konnte Becirovic dessen Hereingabe nicht erfolgreich verarbeiten. Nach 20 Minuten kam Kilianstädten stärker auf und spielte selbst mutig nach vorne. Gegen den durchgebrochenen Jerome Bäck bereinigte FSV-Torwart Karim Maach die Situation. FSV-Coach Gaul war an der Seitenlinie weiterhin unzufrieden: „Hört auf, die Bälle in die Mitte zu spielen“, forderte der Übungsleiter mehr Genauigkeit ein.
Nach gut einer halben Stunde ein Schreckmoment für die Gastgeber. Cardaci traf mit einem strammen Schuss aus 18 Metern den Querbalken. Kurz vor der Pause dann die Riesenchance für Bad Orb, doch der Heber von Becirovic, der frei vor SVK-Keeper Sebastian Vogl auftauchte, ging über den Querbalken.
Auch in Durchgang ging das umkämpfte Spiel weiter. Gästeakteur Bäck wurde in letzter Sekunde von Emil Weisbecker geblockt. Kurz danach traf Ricardo Marra für den Gast aus spitzem Winkel das Außennetz. Im Endspurt verfehlte Kilianstädtens Michael Roth einen Freistoß von Marra um die berühmten Zentimeter.
Im Gegenzug war Becirovic im Strafraum frei durch und wurde vom herausstürzenden Torhüter Vogl zu Fall gebracht. Schiedsrichter Abbondanza stand gut und zeigte sofort auf den Punkt. Georg Tjart legte sich den Ball zurecht und hämmerte das Spielgerät in „JohanNeeskens-Manier“ zum 1:0 in den oberen Knick. Kurze Zeit später brach Tjart halbrechts durch und wurde von Alessandro Strollo einfach umgemäht – der Gästeakteur war mit gelb gut bedient. Auf der FSV-Bank ging Coach Gaul hinsichtlich dieser Entscheidung aus dem Sattel. In der sechsminütigen Nachspielzeit wurde Cardaci im Bad Orber Strafraum angespielt und erzielte mit einem platzierten Schuss, der vom Innenpfosten zum 1:1 ins Netz sprang, den Ausgleich. In den letzten 120 Sekunden brannte nichts mehr an, ehe der Schlusspfiff des Referees im Jubel der Bad Orber Verantwortlichen und Spieler unterging.
FSV Bad Orb: Maach – Edel, Dauth, Weisbecker, Kosuta (73. Koch), Koch (46. Brando/63. Emmer), Lindenmayer, Zintel (89. Hein), Becirovic, G. Tjart (90.+4 Hadzic), Elsesser.
SV Kilianstädten: Vogl – Bröll, A. Strollo (85. Filker), Bäck (73. Crnovrsanin/88. Philippi)), Roth, Servais, Gibaldi (27. G. Strollo), Leitner, Marra, Schernick, Cardaci.
SR: Abbondanza (Kohlheck). Z: 950.
Tore: 1:0 G. Tjart (80./FE.), 1:1 Cardaci (90.+4.). Beste Sp.: Weisbecker, G. Tjart (FSV) – Bröll, Roth (SVK).
Marco Gaul (Trainer FSV Bad Orb; Foto): Ich bin zu 100 Prozent stolz auf die Jungs. Nach einer guten ersten Viertelstunde, fehlte dann der Zugriff. Wir spielten zu viel klein klein, verloren zweite Bälle und haben die Räume nicht gut bespielt. Wir mussten eigentlich früh in Führung gehen, dann wäre es wahrscheinlich einfacher gelaufen.“
Marco Hillig (Sportlicher Leiter FSV Bad Orb): Es ist natürlich bitter für Kilianstädten, die eine gute Runde gespielt haben. Wir haben unseren Job gemacht und einen Punkt geholt. Es war eine Leistung des gesamten Vereins, die wir intern durch Personal-Rochaden der zweiten und dritten Mannschaft sowie der A-Jugend gut aufgefangen haben.